Entstehung / Geschichte

DAS ANDERE LAGER entstand aus einer ursprünglichen Idee des PANATHLONCLUBS SOLOTHURN. Im Jahre 1989 erliess der Solothurner Regierungsrat, im Hinblick auf das 700-Jahr-Jubiläum der Eidgenossenschaft von 1991 einen Aufruf an die Bevölkerung, Vorschläge für gemeinsame sportliche Aktivitäten einzureichen. Der Panathlonclub Solothurn reichte unter anderem ein Projekt ein, welches nach gewissen Abklärungen und Anpassungen unter dem Titel „1291-Meter-Lauf“ zur Austragung kam. Weitere Infos Panathlon-Bewegung und zum Panathlon-Club Solothurn finden Sie unterhalb.

In mehr als 120 Solothurner Gemeinden wurde dieser Lauf durchgeführt und mehr als 37'000 Teilnehmende beteiligten sich. Die Solothurner Regierung finanzierte diese Anlässe aus dem Jubiläumsfond und überwies den Organisatoren einen namhaften Betrag mit der Auflage, dieses Geld für einen sozialen Zweck einzusetzen.

Es entstand der Gedanke, ein gemeinsames Sportlager für behinderte und nichtbehinderte Jugendliche zu organisieren – die Geburtsstunde für DAS ANDERE LAGER, mit dem Panathlonclub Solothurn als Paten.

Im September 1992 war es soweit: je 50 behinderte und nichtbehinderte Jugendliche aus dem ganzen Kanton Solothurn fuhren mit rund 50 Begleitpersonen nach Tenero ins Centro Sportivo. Die Teilnahme war kostenlos, das gesamte Lager wurde aus dem Jubiläumsfond der Regierung bezahlt.

Das Lager war ein Riesenerfolg, die Teilnehmenden riefen nach einer Wiederholung.

Ab 1993 fand jährlich im Centro Sportivo DAS ANDERE LAGER statt. Die Teilnahme war nicht mehr kostenlos. Der Panathlonclub unterstützt finanziell bis heute das Lager und eine Gruppe von Idealisten, nimmt jährlich die Organisation in die Hand.

Ab Sommer 2004 konnten die Wunschtermine für das Lager durch das Centro Sportivo nicht mehr garantiert werden. Die Suche nach einer Alternative begann und das Leitungsteam wurde in Schwarzsee fündig.

Seither fanden die Lager zuerst alternierend in Tenero und in Schwarzsee statt. Danach mehrheitlich in Schwarzsee, obwohl der logistische Aufwand dort enorm ist, ist „das Lager der kurzen Wege“ in Schwarzsee bei allen sehr beliebt.

Besonders zu erwähnen gilt sicher die Tatsache, dass im Jubiläumsjahr „20 Jahre DAS ANDERE LAGER“ das Leitungsteam den Sozialpreis vom Kanton Solothurn in Empfang nehmen durfte.

2014 fand das bisher letzte Lager in Schwarzsee statt. Als Folge von Umbau und Umnutzung mussten neue Lagerorte in Betracht gezogen werden. So fand das 24. Lager in Willisau, das Jubiläumslager "25 Jahre DAS ANDERE LAGER" in Melchtal statt.

Seit Bestehen des ANDEREN LAGERS wird dem Integrationsgedanken viel Raum gegeben. Die vielfältigsten Begegnungen mit anderen jungen Menschen aus anderen Schulen, aus anderen Kulturen und mit anderen Interessen prägen jeweils diese intensiven Tage und lassen Fragen offen, bringen viel Freude und manchmal auch Sorgen, so dass dieses Lager für alle Beteiligten zu einem intensiven Erlebnis wird.

Die Struktur wurde in etwa beibehalten. Der Sonntag ist der Anreise- und sich Kennenlerntag, Montag/Dienstag und Donnerstag/Freitag sind geprägt durch sportliche Aktivitäten am Morgen und sportlich/kreative Tätigkeiten am Nachmittag. Der Mittwoch ist der Ausflugstag und der Samstag der Abschieds- und Rückreisetag.

Dankbar blicken wir auf viele unfallfreie, erfüllende Lagerwochen zurück.

Panathlon Club Solothurn

Die Panathlon-Bewegung

Das Wort Panathlon ist griechischen Ursprungs und bedeutet Universalität im Sport. Die Mitglieder des Panathlon-Clubs sind Persönlichkeiten die sich auf dem Gebiet des Sports besonders engagiert haben, sei es als Athleten, Trainer, Schiedsrichter, Mediziner oder Verbandsfunktionäre.

Ziele der panathletischen Aktivität sind:

  • Die Förderung einer gesunden sportlichen Entwicklung der Jugend und unseres Volkes.
  • Die sportliche Erziehung der Jugend, die Fairness ,aber auch der Kampf gegen Doping und Gewalt im Sport soll dabei im Vordergrund stehen.
  • Die Pflege der Freundschaft unter den Sportlerinnen und Sportlern und die Vertiefung des Verständnisses für einzelne Sportarten und für Belange des Sports im Allgemeinen.

Diese Zwecke sollen u. a. erreicht werden durch:

  • Die Pflege der freundschaftlichen Beziehungen unter den Mitgliedern.
  • Kontakte mit Sportlern und Persönlichkeiten, die sich um die Förderung des Sports bemühen.
  • Näheres Kennen lernen von Sportarten.
  • Das Sponsoring junger Athletinnen und Athleten.
  • Das Mitarbeiten in Organisationen, die sich für die Förderung der sportlichen Belange einsetzen.